JOURNAL 2 MPCi B

FEBRUAR 2000

BERLIN

 

Einleitung

Als wir erfahren haben, dass die Klasse dieses Jahr nach Berlin fahren würde, gab es verschiedene Reaktionen. …

Aber ich will zuerst die Klasse vorstellen. Wir sind eine Klasse von 14 Schülern und Schülerinnen, die zwischen 16 und 25 Jahre alt sind. Wir machen eine kaufmännische Berufsmatura. Unsere Ausbildung dauert drei Jahre und wir sind jetzt im zweiten Jahr.

Diese Ausbildung ist noch ziemlich neu. Es gibt einige Unterschiede zwischen einer normalen kaufmännischen Lehre und einer Berufsmatura. Zuerst haben wir zwei volle Tage Schule, die Lehrlinge haben drei halbe Tage Unterricht. Dann haben wir Fächer zur Allgemeinbildung, wie Kunstgeschichte oder Mathematik. Die anderen Lehrlinge haben das nicht. Und schliesslich machen wir in den zwei letzten Jahren je einen Sprachaufenthalt. Dieses Jahr sind wir nach Berlin geflogen, nächstes Jahr werden wir wahrscheinlich nach Dublin fliegen.

Während des Aufenthalts haben wir verschiedene Sachen zu machen. Jeden Tag haben wir am Morgen Schule. Die Schule heisst GLS Sprachenzentrum Berlin.

 

Manchmal besichtigen wir am Nachmittag mit der Schule Firmen oder besuchen Museen. Während des ganzen Aufenthalts muss jeder Schüler ein Dossier über etwas, das ihn interessiert, schreiben, und zwar von mindestens 1500 Wörtern. Daneben führen wir auch ein Journal, das jeweils vier oder fünf Teilnehmer pro Woche schreiben.

Wenn wir zurück in Genf sind, müssen wir das Dossier verteidigen und das Zertifikat Deutsch vom Goethe-Institut machen.

Jeder Schüler und auch unser Begleiter, Herr Salzgeber, wohnt bei einer Familie in Berlin. Diese Familie stellt uns ein Zimmer zur Verfügung und gibt uns ein Frühstück und das Abendessen. Am Mittag essen wir manchmal zusammen oder wir trennen uns und essen in verschiedenen Imbissstuben oder Restaurants, meistens in der Nähe der Schule.

Catherine Sommer

BERLIN: 1. WOCHE

Sonntag, 30. Januar 2000

Am Sonntag hat sich die Klasse der 2 MPCiB um 12 :45 Uhr im Flughafen Cointrin vor dem Swissairschalter getroffen. Wir waren alle ein bisschen nervös und traurig: Drei Wochen weg von Genf und von unseren Freunden... nicht so einfach! Glücklicherweise mussten wir nicht so lange warten, so waren der Abschied nicht so schwer.

 

Wir haben den Flug nach Zürich und dann nach Berlin genommen. Der Lehrer hat uns während des Flugs Zürich-Berlin gesagt: " Jetzt müssen Sie nur Deutsch sprechen... "  Eigentlich war es nicht so: er war der Einzige, der nur auf Deutsch sprach, wir fragten fast alles auf Französisch.

Endlich sind wir nach Berlin gekommen und haben unsere Familie getroffen.

Wir sind mit unserer Familie nach Hause gefahren. Wir waren alle ziemlich müde...

Catherine

Sonntag, 30. Januar 2000

Heute sind wir von Genf nach Berlin geflogen. Wir werden drei Wochen hier bleiben, um uns auf das Examen des Goethe-Instituts (Zertifikat Deutsch als Fremdsprache oder Zentrales Mittelstufendiplom) vorzubereiten.

Wir mussten um Viertel vor eins bei dem Swissair-Schalter sein. Dann, um ein Uhr " checkten " wir ein. Bevor wir zum Ausgang gingen, kauften einige noch etwas in dem " Tax Free Shop ". Um zwei Uhr stiegen wir ins Flugzeug (Airbus 320) ein, nahmen unseren Platz ein (obwohl das nicht unbedingt der gleiche wie auf unserer " Boarding Card " war) und warteten auf den Abflug des Flugzeugs Richtung Zürich. Beim Abheben zitterte es stark im Flugzeug, weil es windete.

Eine halbe Stunde später, landeten wir in Kloten. Dort mussten wir ungefähr eine Stunde warten. Wir flogen mit ungefähr 20 Minuten Verspätung ab, weil ein paar Gepäckstücke noch nicht im Apparat waren. Dann begann das Abenteur! Wir flogen für drei Wochen nach Berlin!
Als wir in Tegel landeten, um Viertel vor sechs, wartete dort jemand von unserer Gastfamilie und jemand von dem GLS Sprachenzentrum, um uns unseren Fahrausweis für drei Wochen zu geben. Jeder Schüler ging mit seiner Gastperson zu seinem neuen " Hause ".

Cindy

 

Montag, 31. Januar 2000

Am ersten Tag mussten wir um 8 Uhr in der Schule sein. Für viele Personen war es ziemlich schwierig, weil sie den Weg nicht kannten. Deshalb sind einige sehr spät gekommen, auch weil der Eingang der Schule ein bisschen versteckt ist... Wir hatten am Anfang einen Test, der ziemlich kurz war, und nachher haben die Lehrerinnen uns in verschiedene Klassen verteilt.

In unserer Klasse (Grundstufe III) mussten wir eine andere Person der Gruppe vorstellen. Und das während 1 ½ Stunden. Wir sind etwa 10 Personen und fast alle aus der Schweiz. Dann war eine Pause von einer Viertelstunde. Wir haben uns alle vor dem Getränkeautomaten getroffen und jeder hat sich informiert, ob die Familie nett ist. Dann hat Herr Salzgeber gesagt : " Vielleicht können wir alle zusammen essen ". Wir waren alle einverstanden. Der Unterricht hat dann um 11 Uhr wieder begonnen. Wir haben eine andere Lehrerin gehabt. Um 12 :30 Uhr war alles fertig und wir sind mit zwei anderen Genfern, die auch in der Schule sind, zu dem Restaurant gegangen. Es war eine Pizzeria. Es ist ziemlich komisch, dass wir als erste Mahlzeit in Berlin eine Pizza essen...

Wir hatten mit einer Stadtführerin, die Tanja heisst, in der Schule eine Verabredung und sind zu dem Brandenburger Tor gegangen. Tanja hat uns die Geschichte auf Deutsch erzählt. Ich hatte ein bisschen Mühe zu verstehen welche Seite Osten und Westen war.

 

Wir haben auch vor dem Haus der Russischen Botschaft angehalten; auf der anderen Seite war die Deutsche Staatsbibliothek, die Humboldt-Universität und die Kommode (Alte Bibliothek). Vor dieser Kommode ist wie ein Loch mit einem Glas darüber. Ein Mann hat uns erzählt, es sei ein Denkmal zum Andenken daran, dass Hitlers Propagandaminister 20'000 Bücher verbrennen liess. Dann haben wir die Neue Wache, jetzt Mahnmal genannt, noch gesehen. Es ist ein grosses Haus, das ganz leer ist, mit einem Standbild wie von einer Pietà. Es ist eine Skulptur von Käthe Kollwitz. Diese ist da zum Andenken an die Opfer des Faschismus.

Catherine

Das Wetter war wirklich kalt und windig. Deshalb sind wir in eine Kneipe unter der U-Bahn gegangen, um eine Tasse Tee oder etwas Anderes zu trinken.

Dann haben wir uns getrennt.

 

Montag, 31. Januar 2000

Heute mussten wir um acht Uhr am Morgen im GLS Sprachenzentrum sein, um einen Einstufungstest zu machen. Es war nötig, damit jeder Schüler seine Deutschkenntnisse zeigen konnte, so dass jeder gemäss seiner Deutsch-Stufe einem entsprechenden Unterricht beiwohnen konnte.

Dann, um Viertel nach neun, hatten wir Unterricht bis um halb eins.

Wir assen in einer Pizzeria das Mittagessen. Jeder Schüler bekam acht DM pro Tag für das Essen. Um zwei Uhr (oder ein bisschen später...) gingen wir zur Strasse " Unter den Linden " mit Tanja, einem Fräulein von der GLS. Wir fuhren mit der S-Bahn von Yorkstrasse bis Unter den Linden. Tanja zeigte uns das " Brandenburger Tor ", den " Reichstag ", die Bibliothek und den " Alexanderplatz ". Auf dem Schlossplatz erzählte uns ein Mann die Geschichte der leeren Bücherregale. Es ist im Boden, unter einer Scheibe gebaut, im Gedenken an alle Bücher, die auf diesem Platz verbrannt wurden. Es geschah 1933, als Goebbels der Propagandaminister war.

Nach diesem langen Nachmittag, sind wir etwas trinken gegangen.

Cindy Binet

 

Dienstag, 1. Februar 2000

Wir sind vor zwei Tagen in Berlin angekommen.

Diesen Morgen hatten wir Unterricht bis um halb eins. Darauf sind Catherine und ich ins KaDeWe (Kaufhaus des Westens) gegangen. Es ist das drittgrösste Kaufhaus der Welt. Wir haben etwas gegessen. Als wir hinausgegangen sind, hatten wir nicht einmal die Hälfte des Kaufhauses gesehen. Am Abend habe ich mit meiner Familie gegessen und ich bin ins Bett gegangen.

Caroline Schenkel

 

Mittwoch, 2. Februar 2000

Marc

Wir gingen wie immer um 9:15 in die Schule. Sie war um 12:30 Uhr zu Ende. Wir trennten uns von den anderen und Sabrina, Dario, Romain, José, Sonia und ich assen in demselben Restaurant wie am Montag. Wir gerieten in Stress, weil wir so lange auf das Essen warten mussten. Aber als wir zur Schule zurückkehrten, mussten wir noch 10 Minuten auf Herrn Salzgeber und die anderen Schüler warten. Danach gingen wir alle zur U-Bahn. Von der Station "Unter den Linden" liefen wir zum Reichstag. Dort besichtigten wir mit einem Führer den Plenarsaal. Er erzählte uns viel, doch kaum einer verstand etwas, weil er zu schnell und zu undeutlich sprach. Anschließend bestiegen wir noch die Reichstagskuppel. Endlich, um 18:00 Uhr, konnten wir nach Hause fahren.

 

Donnerstag, 3. Februar 2000

Am Morgen hatten wir Unterricht wie immer, aber diesmal hatten wir am Nachmittag nicht frei. Wir hatten ein Vorbereitungsseminar für den Besuch im Hahn-Meitner-Institut (HMI).

Diese Vorbereitung wurde von Herrn Ulrich Gehn gegeben. Wir mussten eigentlich die Vokabeln für dieses HMI ein bisschen lernen, um dann bei der Besichtigung etwas zu verstehen. Wir werden dieses Institut morgen vormittag besuchen. Die anderen Schüler der GLS gehen normal zur Schule.

Wir haben um 16:20 aufgehört und sind nach Hause zurückgefahren.

Catherine

 

Freitag, den 4. Februar 2000

Heute mussten wir um halb neun am S-Bahnhof Yorkstrasse sein. Wir sind zu dem Hahn-Meitner-Institut gegangen. Es steht im Bezirk Zehlendorf, in der Nähe des Wannsees.

In diesem Institut macht man Forschungen über Strukturforschung (Kernforschung) und Solarenergie. Dort können Sie sich auch einer Augen-Tumor-Therapie mit Protonen unterziehen.

Um zehn Uhr warteten wir darauf, hineingelassen zu werden, aber am Eingang haben sie unseren Personalausweis sehr aufmerksam geprüft. Dann sind wir in einen Konferenzsaal gegangen und dort war jemand, der uns ein paar Sachen über das HMI erklärt hat. Nachher sind wir in drei verschiedene Laboratorien gegangen. Dort haben uns Forscher viele Sachen über ihre Arbeit erzählt, aber es war sehr schwierig alles zu verstehen, weil es ein spezieller Wortschatz war.

Um halb eins sind wir alle in die Kantine der HMI essen gegangen. Dann haben wir den Bus auf der anderen Seite genommen und auch die S1 Richtung Oranienburg.

Am Nachmittag waren wir frei. Sonia und ich sind noch ein bisschen im Zentrum einkaufen gegangen und dann sind wir auch nach Hause gefahren.

Cindy

 

Samstag, 5. Februar 2000

Während die meisten Schüler das Museum Checkpoint Charlie besichtigt haben, bin ich nach Charlottenburg gegangen. Da befindet sich das Schloss Scharlottenburg. Die Galerie der Romantik und die Wohnung der Majestät sind wirklich herrlich. Ich habe für mein Dossier ein Buch gekauft.

Caroline

 

BERLIN: 2. WOCHE

Montag, 7. Februar 2000

Der Anfang der Woche immer sehr schwierig, vor allem wenn man wenig geschlafen hat. Aber zum Glück gewöhnt man sich an alles. Heute ist ein sehr spezieller Tag, weil Géraldine ihren 17. Geburtstag feiert. Wir freuen uns alle für sie, auch wenn wir wissen, dass sie am liebsten in der Schweiz wäre, um mit ihrer Familie, und natürlich auch mit den Freunden feiern zu können.

Deshalb sind wir (Géraldine, Katia, Amandine, Marc, Dario und Eric) am Abend in ein spanisches Restaurant gegangen, weil sie es sich so wünschte. Wir haben alle ausser Dario Paella gegessen. Es war wirklich sehr gut, und danach sind wir in eine sympathische Kneipe gegangen. Trinken zum Vergessen könnte man sagen.

Die Schule ist, wie immer, intensiver als in der Schweiz, aber wir haben uns jetzt daran gewöhnt. Heute sind ein paar neue Schüler angekommen, sie waren ein bisschen verloren, und es erinnerte mich daran, wie es war, als ich an deren Stelle war.

Heute bin ich mit dem Bus und mit der U-Bahn gefahren, und ich finde, sie könnten das Dach ein bisschen höher machen, weil ich jedesmal meinen Kopf anschlage. Aber das ist ein persönlicher Kommentar, und ich weiss, dass ich zu gross bin.

Eric (hier mit Karina)

 

Mittwoch, 8. Februar 2000

Heute Nachmittag bin ich mit Amandine und Géraldine zum Kunstforum gefahren. Wir haben dieses Museum besucht, weil Géraldine ihr Dossier darüber schreibt. Als wir die Gemälde anschauten, sahen wir eine sehr berühmte Schauspielerin: Sophie Marceau, die Frau, die im letzten James Bond gespielt hat! Sie sah wirklich wunderbar aus. Wir waren

sehr überrascht und nervös, weil wir gern mit ihr sprechen wollten. Ich fragte sie, ob ich ein Foto machen könne, aber sie wollte nicht. Wir sind ein bisschen enttäuscht gewesen, aber wir haben unseren Rundgang weitergemacht. Was komisch ist, ist, dass wir heute morgen in der Schule über Filme, Schauspieler und Schauspielerinnen gesprochen haben!

Katia

 

Donnerstag, 9. Februar 2000

Heute haben wir ein Museum für Verkehr und Technik besucht.

Unsere Begleiterin heisst Melanie. Dieses Museum steht in der Mitte von Berlin. Das Museum besteht aus zwei Teilen: das Spektrum und dann das Museum. Im Spektrum sieht man viele Sachen, die Technik, Naturwissenschaft und Wahrnehmung betreffen. In dem Verkehr und Technik Museum sind auch viele Sachen.

Es gibt einen Zug, alte Flugzeuge, alte Autos, viele alte Maschinen und auch Miniaturboote. Es ist ein grosses Museum und es ist sehr interessant. Es ist für die Erwachsenen, aber es ist auch für die Kinder. Das Museum ist gut für jedes Alter.

Geraldine

 

Donnerstag, 9. Februar 2000

Heute sind wir wie immer in die GLS gegangen, um Deutschunterricht zu haben. Dann sind wir zusammen in eine Pizzeria gegangen, um zusammen zu essen. Um 14 Uhr haben wir mit Melanie, die unsere Führerin war, das Museum für Verkehr und Technik besucht.

Das Museum war sehr attraktiv, weil wir alles probieren konnten, zum Beispiel haben wir mit Spiegeln gespielt. Im Spektrum gibt es über 250 Experimente zu Optik, Elektrizität, Mechanik, usw. Im Verkehrsmuseum haben wir Produktion und Haushaltstechnik, Nachrichtentechnik, Textilarbeit, Schienenverkehr, Schiffahrt, Wissenschaft und Instrumente, Film und Fototechnik gesehen. Das war sehr interessant. Viele Modelle wurden dort ausgestellt.

Sabrina

 

Freitag, 10. Februar 2000

Heute sind wir, wie alle Tage, in die Schule gegangen. Und dann sind wir um 13.30 Uhr zu einer Brauerei gegangen. Wir haben die Schultheiss Brauerei besucht. In diesem Unternehmen gibt es

zwei Brauereibetriebe, aber einer war an diesem Tag nicht in Betrieb. Jeder Brauereibetrieb macht 50000 Flaschen Bier in einer Stunde und 500000 Flaschen pro Tag. Wenn die zwei Brauereien in Betrieb sind, füllt die Schultheiss eine Million Flaschen an einem Tag. Die Führung hat eine Stunde und dreissig Minuten gedauert. Dann sind wir in eine Bierprobe gegangen. Es war sehr gut für alle. Wir haben etwa 6 Biersorten getrunken und wir konnten, wenn wir wollten, noch ein Bier trinken. Mit der Bierprobe haben wir auch Brötchen und Würste gegessen. Dieser Besuch war sehr gut. Es war eine gute Idee.

Heute sind wir mit Ulrich Gehn in die Schultheiss Brauerei gegangen, die in Hohenschönehausen liegt. Zuerst haben wir einen Besuch der Brauerei gemacht. Der Führer hat uns erklärt, wie man das Bier macht. Dann haben wir verschiedene Biersorten probiert: dunkle Biere, helle Biere, weisse Biere usw. Wir haben alle (viel) getrunken und alle wurden fröhlich, sogar der Lehrer. Das war sehr toll. Es war ein schöner Tag.

Geraldine

 

Freitag, 11. Februar

Am Nachmittag sind wir mit der U-Bahn in die Nähe des Zoologischen Gartens im Osten Berlins gefahren, um die Berliner Börse, eine der wichtigsten von Europa, zu besichtigen.

Die Börse, die im Jahre 1685 durch ein Edikt von Friedrich Wilhelm gegründet wurde, hat in einem riesigen und leuchtenden Gebäude ihren Sitz. Dieses ist mit vielen Fensterscheiben besetzt und insbesondere in Weiss gebaut, was es noch geräumiger erscheinen lässt. Es muss angenehm sein, dort zu arbeiten.

Das neue Börsegebäude wurde 1955 eingeweiht. Tatsächlich wurde es am Ende des 2. Weltkrieges (1945) fast völlig zerstört.

Für den Handel von Wertpapieren ist die Börse von 9 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Die ziemlich jungen Leute, die dort arbeiten, beschäftigen sich mit dem Kauf und dem Verkauf der Titel von privaten Anlegern.

Danach hat sich die Klasse getrennt und eine Gruppe hat den Fernsehturm besucht. Oben auf dem Gebäude war die Übersicht Berlins wunderbar. Durch das schöne Wetter war es glücklicherweise möglich die ganze Stadt zu beobachten, während wir ausgezeichnete Eisbecher assen. Schließlich sind wir alle nach Hause zurückgefahren, um an unserem anstrengenden Dossier zu arbeiten.
  Amandine Schmid

 

 

BERLIN: 3. WOCHE

Montag, 14. Februar 2000

Wir sind wie jeden Montag zur Schule gegangen. Wir haben den Unterricht von 9:15 Uhr bis 12:30 Uhr gehabt. Danach haben wir im Restaurant gegessen. Es war gut, aber wir sind sehr schnell in die Wirklichkeit zurückgekehrt. Am Nachmittag sind wir zu Hause geblieben, weil wir unser Dossier machen mussten. Wir sind wirklich glücklich, weil wir in fünf Tagen wieder in der Schweiz sein werden. Aber wir müssen noch viel für unsere Dossiers arbeiten. Es ist nicht sehr leicht für viele, denn es ist ziemlich schwierig, einen Text sofort auf deutsch zu

schreiben. Viele von uns müssen erst den Text auf französisch schreiben. Dann übersetzen wir ihn ins Deutsche.

Diese Dossiers stellen viel Arbeit dar. Vielleicht würde man mehr von der Stadt profitieren, wenn man nicht so viel Arbeit zu machen hätte.

Sonia Cotovio

 

Dienstag, 15. Februar

Heute morgen haben wir unseren Unterricht gehabt. Dann sind wir das Kraftwerk Bewag besuchen gegangen, im Bezirk Mitte.

Der Direktor hat uns über das Bewag einen Vortrag gehalten. Er hat uns einen Film über das Bewag gezeigt, danach haben wir die Firma mit einem Helm besucht. Es war sehr interessant.

Anschliessend hat er uns kleine Kuchen, Kaffee und Tee angeboten. Wir haben gegessen, getrunken und gesprochen.

Danach haben wir dem netten Mann gedankt und wir sind weggefahren. Die anderen sind an ihrem Dossier arbeiten gegangen, aber ich habe einen Treffpunkt mit dem Börsenmakler gehabt. Er ist sehr nett, weil er den Treffpunkt nicht vergessen hat. Ich habe ihm viele Fragen gestellt.

Sonia Ciccone

 

Mittwoch, 16.02.00


Ein Tag in Berlin:
Am Morgen sind wir in die Schule gegangen, dann sind die Schüler an verschiedenen Orten essen gegangen.
Am Nachmittag sind wir noch einmal in die Schule gegangen, weil ein Man von der Schweizer Botschaft zu uns sprechen wollte.

Während der Zeit der Mauer war das Konsulat in Bonn.
Herr Walker hat uns ein paar kleine Videos über Berlin und den Krieg gezeigt und es war sehr interessant.
Er hat uns auch gesagt, dass unsere Zeit mit ihm, um über die schweizerische Botschaft zu sprechen, gut investiert sei.

Dann sind wird nach Hause gegangen, um an unseren " Dossiers " zu arbeiten
Es war noch ein schöner Tag in Berlin.

Dario


Donnerstag, 17. Februar 2000

Heute morgen sind wir in die GLS gefahren. …

Natürlich haben wir viel studiert!

Dann habe ich mit einigen Personen der Klasse in der Pizzeria gegessen. Nachher ist die ganze Klasse zur Schule zurückgegangen.

Wir haben ein Mentaltrainingsseminar gehabt. Es war einfach zu verstehen. (Ausnahmsweise! …)

Am Nachmittag bin ich mit einigen von der Klasse in die Nähe der Gedächtniskirche gefahren. Da bin ich in ein Internet-Café gegangen und habe unsere Fotos gesehen. …

Dann bin ich nach Hause zurückgekommen, um etwas zu essen. Am Abend habe ich die S-Bahn genommen, um mit Freunden etwas zu trinken. Jetzt kann man einige glückliche Gesichter in der Klasse sehen, weil wir in nur zwei Tagen zurück nach Genf fahren werden. Ich kann jetzt sagen, dass Berlin eine sehr interessante Stadt ist und es hat mir gefallen.

Romain

Freitag, 18. Januar 2000

T – 1, endlich der Rückflug ! ! ! ! ! ! ! !

Es ist der letzte Tag in der Schule gewesen. Wir haben unser Bestätigung für den Besuch der Sprachschule bekommen, und wir haben den Film ‘’Lola rennt‘’ gesehen. Die Geschichte ist: Lola hat 20 Minuten Zeit, um 100'000 DM zu finden, sonst wird Manni (ihr Bräutigam) von seinem Schirmherrn getötet. Auf jeden Fall kann ich Ihnen den Film empfehlen.

Am Nachmittag hatten wir frei. Also habe ich profitiert, um noch einige Schallplatten für meine Wochenendarbeit zu kaufen.

Um 19 Uhr haben wir uns in der U-bahnstation Wittenbergplatz getroffen, um zu einem Fußballspiel zu gehen. Wir waren die ganze Klasse. Es war Berlin (Hertha BSC) gegen Hamburg. In dem Stadion waren 48'000 Zuschauer. Aber es war sehr kalt und es hat geschneit. Wir sind vor dem Spielende weggegangen. Aber HERTHA BSC (die Berliner Fußballmannschaft) hat mit 2 : 1 gewonnen. Dann sind wir alle zusammen noch ein letztes Mal Eis essen gegangen.

José

 

Ende der drei Wochen

Heute ist der letzte Tag und in ein paar Stunden werden wir in Genf ankommen. Wir haben während dieser paar Wochen viel gelernt, in bezug auf die deutsche Sprache, natürlich, aber auch für unser persönliches Leben. Ich habe diesen Aufenthalt sehr gern gehabt. Berlin ist wirklich eine sehr schöne und natürlich auch grosse Stadt. Man kann dort so gut alte und sehr moderne Gebäude sehen, und es ist wirklich zu verstehen, warum man sagt, dass es die grösste Baustelle Europas ist. Es ist auch eine Stadt, wo es sehr viel Kultur gibt.

Es ist fast unmöglich alles zu sehen, so manche Museen, Monumente und andere Sehens-würdigkeiten gibt es.

Manchmal war es schwierig, weil man lieber zu Hause gewesen wäre, mit seiner Familie und seinen Freunden, aber meistens war es interessant, lustig, und etwas Neues. Am Ende ist man fast an dieses Leben in Berlin gewöhnt, und es tut schon ein bisschen weh, nach Hause zu gehen. Leute können sagen, was sie wollen, aber es ist eine Tatsache, dass wir sehr viel Glück gehabt haben, diese Reise machen zu können.

Eric

… und Ihr Schlusskommentar?

Sonia Cotovio: Der Sprachunterricht war manchmal sehr interessant, manchmal langweilig. Die Besichtigungen waren manchmal nicht sehr interessant, weil die Leute sehr schnell sprachen. Im Allgemeinen war es gut.

José Pereira: Berlin ist eine sehr interessante Stadt, aber die Zeit war nicht lang genug, um eine Sprache zu lernen. Ich würde Berlin an die dritte Stelle nach London und New York einreihen und es als eine Stadt für junge Leute bezeichnen.

Géraldine Bally: Dieser Aufenthalt war sehr interessant. Die Stadt ist sehr gross und es gibt viele Monumente. Das Problem ist das Wetter. Berlin ist eine schöne Stadt. Ich habe diesen Aufenthalt sehr geschätzt.

Dario Krebs: Ich habe profitiert von allen Sachen in Berlin. Ich war sehr zufrieden mit meiner Familie, aber ich möchte länger in Berlin bleiben, denn drei Wochen sind zu kurz.

Sabrina Misteli: Der Lehrer war sehr nett, der Unterricht interessant. Aber die Besichtigungen waren nicht spannend … Dieser Aufenthalt erlaubt uns, uns selbst besser kennenzulernen.

Romain Mossaz: Dieser Aufenthalt in Berlin war bereichernd. Ich war beeindruckt von der Grösse von Berlin.

Caroline Schenkel: Berlin war sehr grau und gross, aber trotzdem schön. Es war sehr interessant. Ich wäre gern noch eine Woche hier geblieben.

Katia Cimone: Es war sehr interessant, ich habe hier viel Spass gehabt. Berlin ist eine ganz schöne Stadt. Leider war das Wetter schlecht … Mein Deutsch hat sich verbessert, aber wir hätten vielleicht noch eine Woche gebraucht!

Catherine Sommer: Der Aufenthalt war sehr interessant. Jetzt können wir sagen, dass wir die Sprache gelebt haben. Schade, dass es im Winter war.

Amandine Schmid: Berlin ist eine rührende Stadt, in der man viel über die Kultur, die Sprache und die Geschichte Deutschlands lernen kann: das war ein sehr bereichernder Aufenthalt.

Eric Fankhauser: Der Aufenthalt war sehr interessant, weil ich mein Deutsch verbessern konnte und eine Stadt entdecken konnte.

Cindy Binet: Berlin hat mir viel Spass gemacht. Ich habe leider meine Deutschkenntnisse nicht sehr verbessert, aber ich habe hier viel über andere Sachen gelernt. Der Unterricht war auch sehr gut und die Besichtigungen (Hahn-Meitner Institut, Brasserie, usw.) sehr interessant.

Marc Busco: Es war sehr gut. Die Familie war wunderbar. Die Schule war schlecht. Berlin ist eine interessante Stadt. Das Dossier war sehr lästig.

Sonia Ciccone: Es ist interessant, eine neue Stadt zu besuchen, aber es gibt auch viele Nachteile. Wir müssen uns an die Stadt gewöhnen.

Markus Salzgeber: Ich habe bei diesem Sprachaufenthalt in Berlin am meisten Spass gehabt, denn die Schüler waren freundlich und fleissig und sie haben mich in ihren Aufenthalt einbezogen. Ich bin dafür sehr dankbar. Auch ich habe eine Stadt Berlin entdeckt, über die ich viel gelesen und gehört hatte. Das kulturelle Angebot ist tatsächlich reich; als Muster davon sollen folgende von mir besuchte Anlässe erwähnt sein: Im Deutschen Theater "Nathan der Weise", in der Philharmonie ein Konzert, hauptsächlich mit einer Komposition von Bartòk, Vorträge über "Die Rätsel der Welt" und über das Thema "Sprachen lernen leicht gemacht", in der Komischen Oper "Orpheus und Eurydike" von Gluck, dazu einige Filme aus dem aktuellen Kinoangebot. Falls auch Fussball zur Kultur gehört, kommen noch zwei Spiele im Olympia-Stadion dazu.

Doch was meine Arbeit als Betreuer der Gruppe Fachabiturienten betrifft, wurde diese durch die sehr sympathische Führung bei allen Besichtigungen durch Begleitpersonen der GLS sehr erleichtert. Ich interpretierte meine Rolle in erster Linie als Ansprechperson bei jeder Art Fragen, die bei den Beteiligten aufkommen konnte. Ich war auch bemüht zu zeigen, dass ich jederzeit zur Verfügung der Schüler stehe. Und viel Zeit wand ich dazu an, die täglich mit dem Digitalfotoapparat geschossenen Bilder auf Internet anzubieten (http://www.msalzgeber.ch/photos.htm).

Ich finde Berlin als Stadt für einen Sprachaufenthalt wie diesen sehr geeignet, weil es eine vibrierende Stadt ist, die neben den kulturellen Seiten auch eine exzentrische, stets überraschende Subkultur enthält. Und diese aufrüttelnden Begegnungen sind es oft, die einem Aufenthalt in der Ferne ihren Stempel aufdrücken.

Salzgeber Markus

Glücklicher Begleiter