Publius Ovidius Naso (auf Lateinisch)

Ovid war ein Romanautor. Er ist am 20. März 43 vor Christus (am Schluss der Republik) im mittelitalienischen Provinzstädtchen Sulmo (heute Sulmona) geboren und 17 nach Christus (am Anfang des Reichs) in Tomi gestorben.

Seine Familie war von einem Reitrang.

• 30 vor Christus fährt er nach Rom, um ein Studium der Rechte zu machen. Da er in der Rhetorik sehr gut ist, entscheidet Ovid sich für die Politik.

• 23 vor Christus beginnt er eine Karriere als Richter, aber er gibt diese Stellung einige Jahre später auf. Danach widmet sich Ovid der Poesie. Er reist auch in Griechenland und Sizilien.

• 22-20 vor Christus wird er von berühmten Dichtern geschätzt und er wird Gedichte vor einem Publikum lesen. Ovid wird von dem Kaiser Augustus geschützt, aber 8 nach Christus wird er ins Exil geschickt, vielleicht wegen der Veröffentlichung von „ars amatoria", weil diese Bücher pikant sind und sie haben Augustus nicht gefallen.

Er ist in Tomi im Exil gestorben.

Seine Werke sind während drei verschiedenen Abschnitten seines Lebens geschrieben worden: in der Jugend, in der Blüte des Lebens und im Exil.

 Jugend:

„ Amores" (die Liebe), Liebeselegien in 5 Büchern

„Heroides", Briefe von Frauen aus der antiken Mythologie an ihre Liebhaber, in 21 Briefen

„Ars amatoria", Liebeskunst in 3 Büchern

„Remedia amoris", Heilmittel gegen die Liebe

„Medicamina faciei feminae", Lehrgedicht über die Gesichtspflege

„Medea", Tragödie

‚ Blüte seines Lebens:

„Metamorphosen", mythologische Weltgeschichte über die Verwandlung der Menschen in Tiere, Pflanzen, usw. , in 15 Büchern. Es ist Ovids berühmtestes Werk. Eine der Geschichten, die "Pyramus et Thisbe" heisst, ist die Quelle Shakespeares für Romeo und Julia.

„Fasti", römischer Festkalender

 

ƒ Exil:

„Elegien vom Exil"

„Tristia", in 5 Büchern

„Epistulae ex ponto", Forsetzung der Tristia in 4 Büchern.

Er hat einige andere Werke geschrieben, aber sie sind weniger wichtig. Sein Werk hat Gelehrte, Dichter und andere Autoren beeinflusst. Seine Legenden sind von vielen Komponisten und Künstlern illustriert worden.

Stéphanie